Dienstag, 11. April 2017

Tumbling Blocks mit Schönheitsfehlern

Es gibt Projekte, die man ganz entspannt beginnt, aber dann leider nicht mehr ganz so entspannt beendet. Ich glaube, das kennt fast jeder und in meinem Fall war dieser „Tumbling Blocks-Miniquilt“ ein solches Projekt.
Tumbling Block-Miniquilt, Größe 27 x 22 Inch
Entspannend war -wie eigentlich immer- das Auswählen und Zuschneiden der Stoffe, das Beziehen der Schablonen und das anschließende Zusammennähen, was ich am liebsten ganz gemütlich auf dem Sofa mache. Zu dem unentspannten Teil komme ich später noch.
Für die Tumbling Blocks hatte ich von einem anderen Projekt noch zahlreiche Rauten-Schablonen mit einer Seitenlänge von 2 Inch im Fundus, die ich super verwenden konnte. Insgesamt habe ich 63 Schablonen benötigt, pro Block 3 Stück. Schablonen drucke ich mir übrigens über die Homepage von KunstUndMarkt aus, da finde ich alles, was das EPP-Herz begehrt :-)
Auch wenn meine Pyramide 6 Reihen hat, habe ich mich für nur 3 Farben entschieden und diese abwechselnd in Reihen angeordnet. Benutzt habe ich meine geliebten Moda Bella Solids und zwar die Farben:
  • Canary + Lemon (gelbe Blöcke)
  • Teal  + Aqua (blaue Blöcke)
  • Bunny Hill Pink + Pink (rosa Blöcke)
  • Stone für die "Deckel"
  • Off White für die Randgestaltung
Nachdem ich die Pyramide gemütlich zusammengelieselt hatte, musste ich mich noch für eine passende Randgestaltung entscheiden und die Wahl fiel auf Hexagone in der Farbe weiß. Auch da hatte ich noch einige Schablonen im Vorrat und musste mir nur noch die Schablonen für den äußeren Rand zurechtschneiden.
Für den gesamten Quilt habe ich diese Anzahl von Schablonen benötigt. Oben links liegt die Raute für die Würfel, die restlichen Schablonen gehören zur Hintergrund-/Randgestaltung
Bis hier ist ja alles gut gelaufen, also was war der Grund für die eingetretene „Unentspanntheit“? Es waren viele Kleinigkeiten, die sich summierten und damit begannen, dass mir das erste Quilting überhaupt nicht gefallen hat. Also wurde alles wieder schön aufgeribbelt und neu gequiltet. Beim Begradigen des Quilts hatte ich dann irgendwie Tomaten auf den Augen … gerade ist anders.  Die vergessenen Aufhängecken auf der Rückseite des Quilts und die fette Falte, die ich beim Annähen des Bindings fabriziert habe, erwähne ich mal nur am Rande.
Nach dem Annähen des Bindings wäre der Quilt dann eigentlich fertig und bereit für das obligatorische Foto-Shooting gewesen, allerdings musste ich ihn davor ausnahmsweise durch die Waschmaschine jagen, da die Stichspuren des ersten Quiltings immer noch deutlich zu sehen waren. Und damit nicht genug, landete er auch noch im Trockner. Das war echt unüberlegt. Große Quilts und Kissenhüllen wasche und maschinentrockne ich grundsätzlich vor dem Benutzen und ich mag es auch total gerne, wenn sie danach ein bisschen „krumpelig“ aussehen. Aber Fakt ist, dass mir dieser Effekt bei einem Wandquilt nicht so gut gefällt. Ich hätte es mir denken können, aber nun ist es so, wie es ist; manche Fehler muss man einfach mal machen, damit man beim nächsten mal schlauer ist. Und dann doch besser bei einem kleinen Wandquilt, als bei einem King-Size-Quilt, oder? Und ganz abgesehen davon, habe ich den Quilt trotz seines Krumpel-Looks ziemlich liebewonnen und muss jetzt nur noch einen Nagel in die Wand schlagen, damit er ein schönes Plätzchen im Nähzimmer bekommt.

Und jetzt verlinke ich noch schnell zum "Creadienstag" und "Handmadeontuesday"

Liebe Grüße,
Eure Miriam