Dienstag, 31. Oktober 2017

Weihnachten kommt ja immer so überraschend,...

... dass man nicht früh genug mit den Vorbereitungen beginnen kann.
Auf Instagram, in den Blog-Beiträgen und auch sonstwo sieht man schon seit längerem, dass fleißigst die tollsten Weihnachtsgeschenke und auch Weihnachsdeko genäht und gewerkelt werden. Wenn man an den üblichen Dezember-Horror denkt, der oft aus purem Stress besteht, ist es wirklich schlau, wenn man früh genug anfängt. Ansonsten bleibt der Spaß dabei auf der Strecke und das finde ich so richtig schade.

Ich hatte mir zwar bereits im letzten Jahr einen weihnachtlichen Wandbehang genäht, dieses Jahr wollte ich aber unbedingt etwas neues haben. Schon seit dem letzten Jahr befindet sich in meinem Fundus der Mini-Charmpack "Modern Background Luster by Zen Chic" und für mich stand von Anfang an fest, dass ich die tollen Mini-Stöffchen in diesem Jahr unbedingt vernähen möchte; metallic, kombiniert mit grau, schwarz und natur sieht einfach nur edel aus und passt perfekt in unser Wohnzimmer. Nach einigem gesurfe in den unendlichen Weiten habe ich mich für den "Christmas Baubles Quilt" nach einer Anleitung von Jen Daly entschieden; die Anleitung findet Ihr im Modabakeshop.

Da ich als Hintergrund einen cremefarbenen Dimples von Andover nehmen wollte, habe ich mich dazu entschieden, alle dunklen Mini-Charms für die Kugeln zu verwenden und die hellen Mini-Charms für die äußere Umrandung.

Der kleine Quilt hat eine Größe von 18 x 24 Inch und ist -dank der guten Anleitung- ziemlich schnell genäht. Sowas mag ich ;-).

Und damit der Kleine nicht so alleine an der Wohnzimmerwand herumhängt habe ich ihm noch ein wenig Gesellschaft in Form von zwei 8inch-Sternen genäht. Die Anleitungen für den Crystal-Star habe ich *hier* gefunden und die Anleitung für den Rising-Star gibts bei "Craftsy" kostenlos *hier*.

Da ich mir für die Sterne noch ein paar cm der Modern Background Luster-Stoffe gekauft habe und davon noch ein bisschen was übrig ist, überlege ich, ob ich noch etwas anderes daraus nähe ... die Stoffe sind so schön, ich kann mich gar nicht sattsehen bzw. sattnähen :-).

Und da es in diesem Monat thematisch so wunderbar passt, verlinke ich schnell noch zur Farbenspiel-Linkparty von Julia und Julia.

Liebe Grüße,
Eure Miriam


Sonntag, 6. August 2017

Ordnung bei den Uni's

Ich mag unifarbene Stoffe. Und zwar total. Mittlerweile ist es sogar so, dass ich mir häufiger Uni's kaufe als andere Stoffe und irgendwie hat es sich ergeben, dass ich zu 90% die Moda Bella Solids in meinem Vorrat habe. Ich mag einfach die Farben, die Haptik und auch den Preis finde ich wirklich in Ordnung.
Es hat nicht lange gedauert und ich habe mir die Farbkarte von Moda gegönnt und meine Stoffauswahl und -ganz wichtig- die Stoffbestellungen seitdem immer mit Hilfe dieser Karte gemacht. Dank der Farbnummern und der Farbbezeichnungen wurde das Bestellen so ein bisschen einfacher: Farbe in der Karte aussuchen, schauen, ob der Shop diese Farbe hat und ab geht die Bestellung :-). Aber so toll ich die Karte auch finde (und sie mir auch immer wieder kaufen würde), manchmal ist sie mir einfach zu unhandlich.
Großes Leporello-Format und  unendlich viele Farben
Etwas kleineres, übersichtlicheres musste also her und ich habe mir ein System überlegt, mit dem ich mir den Nähalltag noch ein wenig mehr erleichtern kann. Mindestanforderung an mein neues System waren:
  • ich möchte ein Verzeichnis von den Stoffen, die ich im Moment habe, bzw. schon mal hatte
  • ich möchte die Möglichkeit haben, Stoffe, die ich nachkaufen muss, ordentlich und ohne Zettelwirtschaft (wie bisher) zu sammeln und Bestellnummer und Bezeichnung der Farbe sofort bereit zu haben
  • die Stoffmuster sollen "mobiler" sein, als die fest montierten Stoffmuster in der Farbkarte
Nach einigem Hin- und Herüberlegen habe ich mich für eine ganz simples Karteikastensystem entschieden, andere tolle Ideen zum Thema Farbkarten findet Ihr zum Beispiel *hier* oder *hier*.

Bei meiner nächsten Einkaufstour standen also ein Karteikasten mit Register (Größe A6), passende Karteikarten (unliniert) und Fotoklebepunkte mit auf der Liste.

Dann ging es mit dem Basteln los. Zum Glück hatte ich schon vor einiger Zeit damit angefangen, alle meine Uni-Stoffe mit Namen und Nummer zu kennzeichnen (falls das netterweiser nicht schon der Händler gemacht hat), so dass ich mir ein geballtes Zuordnen anhand der Farbkarte sparen und sofort loslegen konnte. Von jedem Stoff habe ich mir also ein kleines Stück mit der ZickZack-Schere ausgeschnitten und mit einem Fotoklebepunkt auf eine Karteikarte geklebt. Links wird noch der Name der Farbe sowie die Nummer notiert und das war es dann auch schon.
Aufkleben, beschriften - fertig

Ab damit in die Karteikiste und nach -mehr oder weniger- kurzer Zeit war alles ordentlich katalogisiert und verzeichnet.


Ich habe diese Kartei jetzt schon einige Zeit im Gebrauch und ich muss schon sagen, dass die Arbeit damit wirklich Spaß macht. Ich nehme jetzt meinen gemusterten Stoff, schiebe einfach die einzelnen Karteikarten hin und her und schaue so, was für ein Uni dazu am besten passt.
Die Qual der Wahl
Sobald ich merke, dass ich einen Stoff langsam mal nachbestellen muss, ziehe ich die Karteikarte aus der Box und lege sie auf einen extra Stapel; ist der Stapel groß genug, wird bestellt.

Fazit: Ich möchte meine Moda-Farbkarte auf keinen Fall missen (manchmal schaue ich sie mir auch einfach nur an und habe Freude an den schönen vielen Farben:-)), die Karteikarten sind aber eine wunderbare Ergänzung sowie Helferlein im Nähalltag.

Vielleicht hat ja der Ein oder Andere Lust bekommen, sich auch so eine Kartei zu basteln und falls ja, dann wünsche ich Euch viel Spaß damit :-)

Liebe Grüße
Eure Miriam

Samstag, 20. Mai 2017

Alle gute Kissen sind Drei



2 Kissen mit der Größe 60 x 40 cm, 1 Kissen mit der Größe 50 x 50 cm
Im Rahmen der Blogtour DIY gegen Novemberblues hat Gesine auf ihrem Blog allie-and-me-design ein ganz tolles Tutorial zum Nähen eines Kissens aus einem Charmpack vorgestellt *klick*. Ich habe mittlerweile drei Kissen nach dieser Anleitung genäht, von denen zwei schon seit längerem auf unserem Sofa wohnen. Ein drittes Sofa-Kissen sollte auf jeden Fall noch dazukommen, allerdings wollte ich da ein Füllkissen der Größe 50 x 50 cm verwenden. Alle drei Kissen habe ich aus der gleichen Stoffserie genäht, mit der Kissengröße wollte ich aber eine klitzekleine Abwechslung in die Sache bringen. Für unser in beige-braun-Tönen gehaltenes Wohnzimmer habe ich mich für die Stoffserie „Compositions“ von BasicGrey entschieden; diese Stöffchen und Farben gefallen mir richtig gut und passen perfekt zum Sofa. Bestellt habe ich die Charmpacks -wie immer- bei der Stoffschnecke.

Da die Kissenhüllen von Gesine ja 60 x 40 cm groß sind, ich aber eine Hülle von 50 x 50 cm haben wollte, habe ich mir das Ganze mal aufgezeichnet und umgerechnet. Danach benötige ich für eine Seite des Kissens insgesamt 25 Charmsquares mit einer Größe von je 11,5 cm (incl. 1,5 cm Nahtzugabe). Da ein Charm-Pack aus insg. 42 Quadraten besteht und ich auf der Vorderseite ja schon 25 benötige, musste ich mir für die Kissenrückseite eine andere Variante ausdenken. Nach einigem hin- und herüberlegen habe ich mich dazu entschieden, für die Rückseite insgesamt 10 Charmsquares zu verwenden und den Rest durch Streifen eines Uni-Stoffes zu ergänzen.Im nächsten Schritt habe ich also insgesamt 35 Charmsquares auf die Größe 11,5 cm x 11,5 cm zugeschnitten, sowie noch 3 Streifen eines Unistoffes mit den Maßen 51,5 cm x 11,5 cm.

Zusammennähen der Kissenrückseite
Nachdem ich alle Quadrate und Streifen zusammengenäht habe, sah mein Panel dann so aus (der Hintergrund war nicht schlau gewählt, ich hoffe, man erkennt es trotzdem):
Oben seht Ihr die Rückseite des Kissens, unten die Vorderseite
Abgesehen von der Änderung der Größe des Kissens und der Verwendung eines nur 40 cm langen Reißverschlusses habe ich mich beim Nähen genau an die Anleitung von Gesine gehalten; die Arbeitsschritte werden toll erklärt und es bleiben eigentlich keine Fragen offen. Das einzige, was ich bei all meinen Kissenhüllen noch zusätzlich mache, ist ein dreiteiliges Sandwich herzustellen. Meine Kissenhüllen bestehen also aus dem Top, dem Vlies und einem Rückseitenstoff.

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende,
liebe Grüße,
Eure Miriam

Samstag, 13. Mai 2017

Hundekamm-Garage

Spieglein, Spieglein an der Wand, mit dieser "Hundekamm-Garage" werden unsere Hunde (fast, aber auch nur fast) zu den schönsten im ganzen Land ...
In unserem Haushalt ist es ja so, dass die Hunde fast schon besser mit Kämmen, Bürsten und sonstigem Beauty-Zubehör ausgestattet sind, als wir. Die Herrchen und Frauchen von ähnlichen, regelmäßig zu kämmenden Fell-Monstern können sich das bestimmt einigermaßen gut vorstellen, für alle anderen präsentiere ich hier mal eine kleine Auswahl:
Folterinstrumente
Es ist allerdings auch so, dass nur wenige Gerätschaften regelmäßig genutzt werden und der Rest in Kisten und Boxen verschwindet. Am häufigsten kommen die Kämme zum Einsatz und damit wir genau DIE nicht jede Woche neu suchen müssen, habe ich endlich mal eine Garage "gebaut", die nur für die Top 5 der Kämme vorgesehen ist.

Schon seit einiger Zeit hütete ich in meinem Stoffvorrat einen süßen Knochen-Stoff aus der Kollektion "Doggy Dog" von Robert Kaufmann und habe nur darauf gewartet, ihn zu benutzen. Dazu habe ich noch 3 passende Stöffchen der Moda Bella Solids ausgesucht und fertig war die Stoffauswahl.

Die "Kamm-Garage" hat eine fertige Größe von 18 Inch x 9 Inch und neben den Fächern für die Kämme habe ich noch ein Reißverschlusstäschchen aufgenäht, in dem man wunderbar die Haargummis und Schlüppchen aufbewahren kann. Damit die Kämme vor dem Herausfallen geschützt werden, habe ich oben noch eine Klappe aufgenäht.
Kammabteilung

Schlüppchenabteilung
Henry zeigte sich von der neuen Aufbewahrung der Folter-Instrumente wenig begeistert ... aber ehrlich gesagt, habe ich da nix anderes erwartet. Er hasst das Kämmen. Aber wenn schon nicht ihm, dann konnte ich wenigstens uns eine Freude damit machen.
Böööööööser Kamm ...
Liebe Grüße,
Eure Miriam

Dienstag, 11. April 2017

Tumbling Blocks mit Schönheitsfehlern

Es gibt Projekte, die man ganz entspannt beginnt, aber dann leider nicht mehr ganz so entspannt beendet. Ich glaube, das kennt fast jeder und in meinem Fall war dieser „Tumbling Blocks-Miniquilt“ ein solches Projekt.
Tumbling Block-Miniquilt, Größe 27 x 22 Inch
Entspannend war -wie eigentlich immer- das Auswählen und Zuschneiden der Stoffe, das Beziehen der Schablonen und das anschließende Zusammennähen, was ich am liebsten ganz gemütlich auf dem Sofa mache. Zu dem unentspannten Teil komme ich später noch.
Für die Tumbling Blocks hatte ich von einem anderen Projekt noch zahlreiche Rauten-Schablonen mit einer Seitenlänge von 2 Inch im Fundus, die ich super verwenden konnte. Insgesamt habe ich 63 Schablonen benötigt, pro Block 3 Stück. Schablonen drucke ich mir übrigens über die Homepage von KunstUndMarkt aus, da finde ich alles, was das EPP-Herz begehrt :-)
Auch wenn meine Pyramide 6 Reihen hat, habe ich mich für nur 3 Farben entschieden und diese abwechselnd in Reihen angeordnet. Benutzt habe ich meine geliebten Moda Bella Solids und zwar die Farben:
  • Canary + Lemon (gelbe Blöcke)
  • Teal  + Aqua (blaue Blöcke)
  • Bunny Hill Pink + Pink (rosa Blöcke)
  • Stone für die "Deckel"
  • Off White für die Randgestaltung
Nachdem ich die Pyramide gemütlich zusammengelieselt hatte, musste ich mich noch für eine passende Randgestaltung entscheiden und die Wahl fiel auf Hexagone in der Farbe weiß. Auch da hatte ich noch einige Schablonen im Vorrat und musste mir nur noch die Schablonen für den äußeren Rand zurechtschneiden.
Für den gesamten Quilt habe ich diese Anzahl von Schablonen benötigt. Oben links liegt die Raute für die Würfel, die restlichen Schablonen gehören zur Hintergrund-/Randgestaltung
Bis hier ist ja alles gut gelaufen, also was war der Grund für die eingetretene „Unentspanntheit“? Es waren viele Kleinigkeiten, die sich summierten und damit begannen, dass mir das erste Quilting überhaupt nicht gefallen hat. Also wurde alles wieder schön aufgeribbelt und neu gequiltet. Beim Begradigen des Quilts hatte ich dann irgendwie Tomaten auf den Augen … gerade ist anders.  Die vergessenen Aufhängecken auf der Rückseite des Quilts und die fette Falte, die ich beim Annähen des Bindings fabriziert habe, erwähne ich mal nur am Rande.
Nach dem Annähen des Bindings wäre der Quilt dann eigentlich fertig und bereit für das obligatorische Foto-Shooting gewesen, allerdings musste ich ihn davor ausnahmsweise durch die Waschmaschine jagen, da die Stichspuren des ersten Quiltings immer noch deutlich zu sehen waren. Und damit nicht genug, landete er auch noch im Trockner. Das war echt unüberlegt. Große Quilts und Kissenhüllen wasche und maschinentrockne ich grundsätzlich vor dem Benutzen und ich mag es auch total gerne, wenn sie danach ein bisschen „krumpelig“ aussehen. Aber Fakt ist, dass mir dieser Effekt bei einem Wandquilt nicht so gut gefällt. Ich hätte es mir denken können, aber nun ist es so, wie es ist; manche Fehler muss man einfach mal machen, damit man beim nächsten mal schlauer ist. Und dann doch besser bei einem kleinen Wandquilt, als bei einem King-Size-Quilt, oder? Und ganz abgesehen davon, habe ich den Quilt trotz seines Krumpel-Looks ziemlich liebewonnen und muss jetzt nur noch einen Nagel in die Wand schlagen, damit er ein schönes Plätzchen im Nähzimmer bekommt.

Und jetzt verlinke ich noch schnell zum "Creadienstag" und "Handmadeontuesday"

Liebe Grüße,
Eure Miriam


Dienstag, 28. Februar 2017

Neue Farbvorlieben oder neues Wohnzimmer?

Mini-Quilt als Wandbehang
Als wir vor vielen Jahren unser Wohnzimmer einrichteten, haben wir uns in Sachen Farben für weiß, braun, hellbraun, mittelbraun, beige, hellbeige, mittelhellbeige usw. entschieden; und da waren wir sehr konsequent. Höchstens hier und da ein bisschen bunte (natürlich sehr unauffällig bunte) Deko, mehr Farbe gab es nicht.
Eigentlich gefällt uns das Wohnzimmer auch noch nach all den Jahren ... ja, eigentlich halt. Uneigentlich eher nicht und seit ich wieder nähe werde ich regelmäßig mit folgendem Problem konfrontiert:
Die braun-beigen Farben unseres Wohnzimmers passen einfach nicht zu den von mir bevorzugten Nähfarben, die eindeutig eher in die Richtung "bunt" gehen. Alles, was ich in der letzten Zeit genäht habe, sah im Wohnzimmer also doof aus. Schade. Was also tun? Neues Wohnzimmer? Scheint mir ein wenig überzogen. Meine Näh-Farbvorlieben ändern? Geht ja nu auch nicht so einfach.
Nach einigem Hin und Her beschloss ich, einfach mal die Farben, mit denen ich gerne nähe, mit denen zu kombinieren, mit denen ich eigentlich gar nicht gerne arbeite, in denen ich aber recht gerne wohne. Das heißt, dass ich Unistoffe in braunen und erdigen "Wohnzimmer-Tönen" mit meinen geliebten farbigen Unis gemischt habe, um dann hoffentlich ein Wohnzimmer-Kompatibles Dekowerk mehr in meinem Inventar zu haben.
Ich liebe "Moda Bella Solids" und bestelle diese am liebsten bei "Stoffsalat"

Gesagt, getan und mit dem Ergebnis bin ich total happy. Dieser Wandbehang ist bei meinem kleinen Experiment entstanden und ich bin ganz begeistert. Auf bunte Farben musste ich nicht verzichten und durch den Anteil an "erdigen" Tönen fügt sich der Quilt wunderbar in die Farben der Wohnzimmereinrichtung ein.
Der Wandbehang besteht aus 3 Blöcken, die ich in der Foundation Paper Piecing-Technik genäht habe. Die Vorlagen könnt Ihr Euch *hier* herunterladen.
Die genähten Blöcke haben eine Größe von 8 Inch, für das Sashing habe ich eine Breite von 2,5 Inch gewählt. Der fertige Wandbehang hat nun eine Größe von 31cm x 78 cm.

Ganz kühn geworden, werde ich jetzt wohl noch einen kleinen Tischläufer für den Couchtisch nähen (der Tisch ist na klar weiß) und wenn ich dann ganz übermütig werden sollte, gibt es irgendwann vielleicht noch einen Quilt für die Couch. Vielleicht gibt es bis dahin dann aber auch ein neues Wohnzimmer ...

Und weil es heute so schön passt, verlinke ich zu Creadienstag

Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag
liebe Güße
Miriam

Samstag, 18. Februar 2017

Was war so los, im Januar und Februar?

Als ich vor ein paar Monaten meinen Blog startete, habe ich mir ganz fest vorgenommen, regelmäßig zu posten. Tja, und nu? Regelmäßig ist definitiv anders! Da ich mir aber (ebenfalls ganz fest) vorgenommen habe, diesen Blog wirklich nur aus Spaß an der Freude zu führen und mich keinesfalls zu stressen, wird es wohl bei dieser Unregelmäßigkeit bleiben. Aber das natürlich regelmäßig ;-).

Da ich in den letzten Wochen zu allem Überfluss auch kein Projekt begonnen oder beendet habe, über das ich mehr als ein paar Zeilen berichten könnte, gibt es heute einfach mal eine Zusammenfassung über das, was ich in der letzten Zeit nähtechnisch so getrieben habe.

Und los geht's:
Das erste im Jahr 2017 fertiggestellte Projekt war ein Mini-Quilt, den ich aus einem Charm Pack genäht habe. Ich muss ja zugeben, dass Charm Packs & Co. für mich zu den besten Erfindungen in der Nähwelt gehören - vorgeschnittene, farblich perfekt aufeinander abgestimmte Stoffzuschnitte ... ich finde das toll!!!

Meine Charm Packs kaufe ich am liebsten bei Susanne Papke von der  Stoffschnecke - die dortige Auswahl an Precuts ist groß, die Lieferung erfolgt superschnell und Kundenfreundlichkeit wird groß geschrieben! Für diesen Quilt habe ich mich für den Charm Pack "Tucker Prairie by one canoe two" entschieden und ich finde diese Farben so toll, dass ich mir den Mini-Quilt jeden Tag gerne ansehe.  
Die Anleitung findet Ihr in der Zeitschrift
 "Simply Creative Patchwork+Quilting, Nr. 01/2015"

Ende Januar hatten Angie von retro.frischling und ich unseren Nähtag und das Ergebnis waren diese Geschenkbeutelchen. Die Beutel sind  fix genäht, machen aber echt was her, wenn man eine kleine oder auch etwas größere Kleinigkeit schön verpacken möchte.
Die Anleitung zu dieser "Lined Drawstring Bag" findet Ihr
auf dem Blog von Jeni Baker und zwar *hier*


Das ich Charm Packs total liebe, hab ich ja schon erwähnt ... fast genau so toll finde ich Halbquadratdreiecke (engl. Halfsquaretriangles -HST-). Mit einer mehr oder weniger umfangreichen Anzahl dieser HST hat man enorm viele Möglichkeiten die unterschiedlichsten Muster zu legen. Mir macht es immer riesigen Spaß, HST möglichst oft in unterschiedlichsten Varianten zu legen, bis "DIE EINE" Variante dann so richtig gefällt und unter der Nähmaschine landet. Nach einer Woche Legen und Schieben ist dann dieser kleine Quilt entstanden, der nun eine Wand im Schlafzimmer schmückt. Achja, verwendet habe ich mal wieder einen Charm Pack  und zwar dieses mal aus der Serie "Simply Colorful II by V and Co.".

Für den Fall, dass Ihr Euch auch so gerne mit Halbquadratdreiecken beschäftigt wie ich oder Euch vielleicht näher damit beschäftigen wollt, möchte ich Euch gerne auf einen sehr lesenswerten und enorm informativen Beitrag von Verena von "Einfach bunt ..." hinweisen *klick*. Verena erklärt Euch ganz ausführlich alles zum Berechnen, Zuschneiden und Nähen von HST, so dass eigentlich keine Fragen offen bleiben.

So, und nun kommt  etwas, auf das ich mich monatelang gefreut habe und auch nicht enttäuscht wurde: Angie und ich haben uns im Februar auf den Weg nach Bielefeld gemacht, um an einem Kurs  "Handquilten in alle Richtungen (nach Esther Miller)" bei Gunhild Fette teilzunehmen. Es war richtig toll ... wir haben 2 Tage in einem sehr schönen Hotel verbracht und jeweils von 9.30 Uhr - 17.30 Uhr gequiltet und gelernt was das Zeug hält. Angie hat dazu einen sehr schönen und ausführlichen Bericht auf ihrem Blog geschrieben *klick*.
In unserem Wohnzimmer steht also seit kurzem ein Quiltrahmen (nicht wirklich eine Zierde, aber was soll man machen) und ich übe, übe, übe.
Schon das Aufnehmen der Nadel will gelernt sein ...

Übungsquilt nebst "Folterwerkzeugen"
Üben, üben, üben

Neben den Handquiltübungen wollte ich gerne noch ein ganz entspanntes Projekt starten und die Wahl fiel auf eine Kissenhülle nach dem tollen Tutorial von Gesine von "Allie and me design" *klick*. Das mir dieses Kissen gefällt, ist ja klar ... so von wegen Charm Pack und so ... :-). Verwendet habe ich einen Charm Pack der Serie  "Lakeside Gatherings by Primitive Gatherings".

Und wer es nun geschafft hat, bis hierher durchzuhalten, sieht nun noch meinen Februarblock im Rahmen des Quilt Along 2017 #6köpfe12blöcke. In diesem Monat wurde die Anleitung von Nadra von "Ellisandhiggs" erstellt und es handelt sich um den Block mit dem schönen Namen "Churn Dash". Die gut bebilderte und toll geschriebene Anleitung findet Ihr *hier*


Morgen werde ich mir mal Gedanken über das nächste Projekt machen ... es stehen ewig viele Dinge auf meiner To-Sew-Liste, im Moment habe ich aber irgendwie einen Knoten im Gehirn. Ich kann mich nicht entscheiden, womit ich beginnen soll oder worauf ich besonders viel Lust habe. Geht Euch das manchmal auch so? Vielleicht löst sich der Knoten ja in der nächsten Nacht ... ich hoffe es zumindest :-).

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende,
liebe Grüße
Eure Miriam

Sonntag, 15. Januar 2017

Foundation Paper Piecing - Sewing Machine

Foundation Paper Piecing (FPP), also das Nähen auf Papier, fand ich schon immer ziemlich faszinierend, habe allerdings fast 2 Jahre gebraucht, um mich da mal näher mit zu beschäftigen.
Nach einem ersten Versuch im Dezember, der mir nicht so ganz geglückt ist, wagte ich mich letzte Woche an ein neues Projekt. Und diesmal hat es auch geklappt, yeah und yippieh!
Bei meinen Streifzügen durchs Internet habe ich schon desöfteren mit einer wunderschönen FPP-Nähmaschine geliebäugelt, die ich mir dann auch für meinen zweiten Versuch ausgewählt habe. Die Anleitung war recht schnell gefunden, und zwar *hier*

Und nachdem ich dann eine Woche mehr oder weniger regelmäßig vor mich hingenäht habe, war das Maschinchen gestern Abend endlich fertig:

















Und jetzt noch ganz kurz ein bisschen was zum Foundation Paper Piecing: Beim FPP werden grob zugeschnittene Stoffstücke in einer bestimmten (vorgegebenen) Reihenfolge auf eine Papierschablone genäht, die dann am Schluss entfernt wird.
Das war jetzt richtig kurz, aber wenn jemand Lust bekommt, das Foundation Paper Piecing auszuprobieren, schaut doch einfach mal *hier* vorbei; Angie erklärt Euch auf ihrem Blog ausführlich und mit vielen Bildern, wie das genau funktioniert.

So eine Papierschablone sieht zum Beispiel so aus. Diese Schablone hat mit der Sewing Machine nichts zu tun, wartet in meinem Ordner aber auch schon darauf, benäht zu werden:-)

Diese Vorlage könnt Ihr Euch kostenlos bei "TheLongYarn" *hier* herunterladen




Nach der Auswahl einer Schablone heißt es dann ausdrucken, Einzelteile der Schablonen ausschneiden und Stoffe schneiden. Da ich mittlerweile festgestellt habe, dass meine einzelnen Stoffstücke gerne mal zu klein geraten, bin ich dazu übergangen, alles sehr großzügig zuzuschneiden; der Stoffverbrauch ist zwar höher, meine Nerven werden beim Nähen aber eindeutig geschont. Und das ist es mir ehrlich gesagt wert.

So riesig schneide ich nun auch nicht zu, aber viel weniger ist es auch nicht ;-)
Danach geht es mit dem Nähen los und auf dem nächsten Foto kann man ganz gut sehen, wie die Stoffstücke auf der Rückseite der Schablone aufgelegt und dann über die vorgegebenen Nahtlinien auf der Vorderseite der Schablone festgenäht werden.

Genäht wird auf der Vorderseite ...

... und die Rückseite mit den Stoffen sieht dann so aus
Die "Sewing Machine" besteht aus insgesamt 10 Sektionen, die wiederum aus jeweils ca. 2 - 20 einzelnen Teilchen bestehen. Sind alle Sektionen genäht, werden diese genau nach Anleitung zusammengenäht und fertig ist die "Sewing-Machine".

Mein "Sewing Machine"-Mini-Quilt ziert jetzt die Wand meines Nähzimmers und falls jemand dieses Maschinchen nachnähen möchte, wünsche ich Euch ganz viel Spaß dabei.

Liebe Grüße,
Eure Miriam

Freitag, 6. Januar 2017

Quilt-Along 2017 ... mein Erster



Was bringt das Jahr 2017? Keine Ahnung…das Leben macht eh was es will und lässt sich kaum planen. Bei der Gestaltung meines Nähjahrs 2017 habe ich allerdings ein Wörtchen mitzureden und ich habe mich im Dezember 2016 dazu entschlossen, an meinem ersten Quilt-Along teilzunehmen. Die Aktion 6 Köpfe - 12 Blöcke klang aber auch zu verlockend … jeden Monat ein Tutorial zu einem traditionellen Block, dazu Hintergrundwissen zu Entstehung und Bedeutung des Blocks sowie viele wertvolle Tipps zu unserem gemeinsamen Hobby Patchworken und Quilten. Und das alles in deutscher Sprache. Da bin ich doch glatt mit von der Partie.

Nach langem Überlegen habe ich mich für Stoffe der Firma Gütermann Ring a Roses (u. a. Stoffe aus der Kollektion Portofino) entschieden und meinen Stoffvorrat aufgestockt. Drei Stoffe hatte ich bereits im Stash, der Rest wurde nachgekauft.


Pünktlich am 1. Januar 2017 gab es von Dorthe von lalala-patchwork dann das Tutorial zum ersten Block, dem „Rolling Stone“ . 


Die Anleitungen und Bilder des Tutorials sind super und es hat riesigen Spaß gemacht, den Block zu nähen. Ich freue mich jetzt schon auf den Februar-Block, der dann von Nadra veröffentlicht wird.

Ich bin schon sehr gespannt darauf, was die anderen Quilt Along-Teilnehmerinnen für Blöcke zaubern werden  und wieviele wunderschöne Quilts am Ende des Jahres 2017 entstehen.