Donnerstag, 29. Dezember 2016

Garnrollenhalter selber bauen

Vor einiger Zeit habe ich mir Garnrollenhalter aus kleinen Holzleisten gezimmert und war eigentlich auch recht zufrieden damit. Es war praktisch, diese einzelnen kleinen Leisten ins Regal zu stellen und bei Bedarf mit an den Nähplatz zu nehmen;  allerdings tauchte schnell das Problem auf, dass ich einfach zu wenige Steckplätze hatte und das Ensemble dringend erweitert werden musste. Nun hatte ich allerdings keine Lust, mir noch 4-5 einzelne Leisten in das Regal zu stellen und habe mich dazu entschieden, mir einen komplett neuen Garnrollenhalter zu basteln.


... das neue Großraummodell
Die kleinen praktischen "alten"...
Obwohl es im Internet einige tolle Tutorials zum Bauen von Garnrollenhaltern gibt, habe ich auf die Schnelle leider keines gefunden, das 100% zu dem passte, was ich mir vorgestellt habe. Also fing ich an zu messen, zu rechnen, im Keller zu wühlen und ein bisschen einzukaufen. Dann ging es los.

An Material habe ich folgendes benötigt:
  • 1 Holzbrett, Größe nach Belieben. In den Untiefen unseres Kellers habe ich einen tollen weißen Einlegeboden gefunden, der die Maße ca. 31 cm x ca. 33 cm hat
  • 6 Modellbauleisten/Rundhölzer (Durchmesser: 5 mm; Länge: 1 m), die ich im Baumarkt in der Abteilung für Modellbauer erstanden habe. Kostenpunkt: 0,75 EUR
Werkzeug:
  • Bohrmaschine
  • kleine Säge (eine Stichsäge geht natürlich auch)
  • Sägeführung (erleichtert das Sägen ungemein)
  • wenn vorhanden einen Gummihammer
  • ein Stück Schmirgelpapier
  • Holzleim
  • Lineal, Radiergummi, Bleistift
Das wird benötigt
Als erstes habe ich mir überlegt, wie viele Garnrollen ich ungefähr unterbringen möchte und wie groß die einzelnen Abstände von Reihe zu Reihe und von Garnrolle zu Garnrolle sein sollen. Für kleine Garnrollen habe ich mich für einen Abstand von jeweils 3 cm entschieden und für größere Garnrollen habe ich einen Abstand von 4 cm gewählt. Ich habe mir mit Bleistift alles eingezeichnet und anschließend die Löcher gebohrt. Nach dem Bohren sah die Holzplatte dann so aus:

Dieses Foto ist leider sehr schlecht, aber auf der Skizze, kann man ganz gut die einzelnen Maße erkennen


Danach habe ich sämtliche Bleistiftkritzeleien wegradiert und die Holzplatte ein wenig gesäubert; die gebohrten Löcher habe ich gut ausgesaugt.

Nun gehts an die einzelnen Halter für die Garnrollen. Auf meinem Brett werden 77 Garnrollen Platz finden, also muss ich die Rundhölzer in 77 kleine Stücke (Länge jeweils ca. 7,5 cm) sägen. Kürzer oder länger geht natürlich auch, ich fand diese Größe aber irgendwie passend. Beim Sägen hat mir die Sägeführung sehr geholfen und ich kann jedem nur empfehlen, so ein Teil zu nutzen. Nach dem Sägen habe ich ein Ende der 7,5 cm-kurzen Stäbchen ein wenig angeschmirgelt, damit die Seite, die oben rausschaut, glatt und ein bisschen abgerundet ist.

Sägen mit der Sägeführung

Je ein Ende etwas anschmirgeln, damit die Seite, die oben rausschaut, schön glatt ist

Davon benötige ich 77 Stück, Länge: ca. 7,5 cm

Nach diesem Sägemarathon ist es fast schon geschafft! Die einzelnen Holzstäbchen können mit Hilfe des Holzleims in den Bohrlöchern fixiert werden, wobei ich mit dem Leim eher sparsam umgegangen bin. Ein kleiner Tropfen Leim pro Bohrung hat gelangt und die Sauerei durch überquellenden Leim hielt sich sehr in Grenzen. Jedes Stäbchen hat noch leicht einen mit dem Gummihammer verpasst bekommen, damit auch alles gut sitzt :-).

Fast ist es geschafft ...
Nach ein paar Minuen war der Leim schon trocken und 1 Tag später habe ich mich an meinem neuen Garnrollenhalter erfreut. So schaut er nun aus:


Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim werkeln!

Sonntag, 4. Dezember 2016

Sticken=Langweilig? Auf keinen Fall!





Wenn ich so durch das Internet streife und mir die vielen, vielen tollen Fotos auf Instagram anschaue, habe ich öfters mal das Bedürfnis einfach mal etwas anderes zu machen, als zu nähen. Also habe ich zwischendurch mal ein wenig gehäkelt, dabei dann allerdings festgestellt, dass ich 1. nicht wirklich begabt bin und 2. der Funke dann doch nicht so richtig übersprang. 
Ich wollte mich zukünftig also wieder damit vergnügen, mir die tollen Dinge der Strick- und Häkelsüchtigen anzuschauen und mich daran zu erfreuen. "Ich bleibe dann mal beim Nähen". Dachte ich. Auf der „Nadel und Faden“ in Osnabrück hatte ich dementsprechend auch nur vor, mich mit Stöffchen oder sonstigem Nähgedöns einzudecken, allerdings kam es dann doch ein wenig anders. Stöffchen habe ich natürlich auch ein paar gefunden, die reinste Offenbarung waren allerdings die Stände, die wunderschöne Stickvorlagen und Stickpackungen präsentierten.

Ich war echt von den Socken … Sticken hat mich bisher gar nicht groß interessiert und war für mich bisher immer = langweilig. Von wegen. Frische Farben, tolle und moderne Muster…da ist echt was an mir vorbeigegangen . Und für mich war ganz schnell klar: Jetzt wird gestickt. Auf dem Stand "Zurlilapampelmuse" habe ich mir also eine Stickpackung ausgesucht (die Auswahl war echt schwer) und mich einfach mal auf die neue Herausforderung gefreut. Und was soll ich sagen? Es hat einen Heidenspaß gemacht und langweilig ist echt anders.


Ganz begeistert war ich von der Stickpackung an sich; Stickgarn, Stoff, Nadel, Anleitung … einfach alles (außer dem Rahmen) war dabei und ich konnte im Prinzip sofort loslegen. Schnell noch ein Video zum Auffrischen des Kreuzstich reingezogen und los ging's. Das Sticken der Federn hat enorm viel Spaß gemacht und das nächste Stickbild wartet schon auf mich.